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INTO THE WOODS - MUSICAL von Stephen Sondheim

Musikalische Leitung: Stephan König
Regie: Jan-Richard Kehl
Choreographie: Lynnda Curry
Bühnenbild/Kostüm: Marlis Knoblauch
Produktionsleitung: Uta Ernst
Ton: Steffen Seifarth

Westsächsisches Symphonieorchester

AUFFÜHRUNGS-TERMINE: 18., 19., 21., 22., 23.06.2004, 19:30 Uhr, Großer Saal der Hochschule für Musik und Theater Leipzig

Erzähler/Geheimnisvoller Mann..........Tobias Bode
Aschenputtel..........Miriam Dusza
Hans..........Marco Fahrland
Hans' Mutter..........Maike Schmidt
Bäcker..........Alexander Mildner
Bäckersfrau..........Renate Knollmann
Hexe.........Nadin Isu
Rotkäppchen..........Olivia Wendt
Rapunzel, Baby..........Julia Klotz
Rapunzels Prinz, Wolf..........Udo Eickelmann
Aschenputtels Prinz..........Manuel Jadue
Aschenputtels Stiefmutter..........Julia Bielinski
Florinda..........Jane Böhme
Lucinda..........Carla Seder
Asch. Mutter, Rotk. Großmutter, Riesin..........Kristina Otten
Kuh..........Dorothea Tausch
Kammerdiener..........Oliver Timpe
Dornröschen, Bühnenfigur.........Manja Kloß
Schneewittchen, Bühnenfigur..........Selvi Rothe
Bühnenfigur..........Jessica Wall
Bühnenfigur..........Oliver Wejwar
Bühnenfigur..........Michael Schöpe

(Studenten der Hochschule für Musik und Theater Leipzig)


 
INTO THE WOODS

Musik und Liedertexte von Stephen Sondheim
Buch von James Lapine
Deutsch von Michael Kunze

Es war einmal... ein geheimnisvoller Märchenwald in einem fernen Märchenreich. Dort leben Aschenbrödel, Rapunzel, Dornröschen, Schneewittchen, Rotkäppchen und der Wolf, zwei Prinzen, ein Bäcker mit seiner Frau, eine Hexe und Hans mit seiner Milchkuh und seinen Bohnen. Das Bäcker-Ehepaar leidet unter dem Fluch der Kinderlosigkeit, den die böse Hexe über sie verhängt hat. Um den Fluch zu lösen, müssen sie der Hexe vier Dinge verschaffen: Aschenbrödels Schuh, Rotkäppchens Umhang, eine Strähne von Rapunzels goldenem Haar und Milch von Hansens Kuh. Mit allen Mitteln versuchen nun die Bäckersleute den Willen der Hexe zu erfüllen. Also, ab in den Wald. Die Figuren tun, was ihnen von ihrer Märchenrolle vorbestimmt ist. Das führt zu unerwartet komischen Verwicklungen; Glück und Leid wechseln schnell die Seiten. Doch ohne List, Tücke und Betrug sind die Dinge einmal nicht zu bekommen. Hans tauscht seine Kuh gegen fünf Bohnen, die aber Zauberkräfte haben. Baumdicke Ranken wachsen daraus, an denen er hoch bis in den Himmel klettern kann. Ein menschenfressender Riese herrscht dort. Ihm stiehlt er Gold und eine Wunderharfe. Als der Riese ihn verfolgt, hackt Hans einfach die Ranke ab, so dass der Riese zu Tode stürzt. Am Ende gehen die Wünsche aller „märchenhaft" in Erfüllung: Hans und seine Mutter sind reich, Aschenbrödel und Rapunzel heiraten ihre Prinzen, die Bäckersfrau erwartet ein Kind, und die Hexe hat sich in eine strahlende Schönheit verwandelt. Das wäre ein Happy End wie im wirklichen Leben. Doch das Märchen ist in Dingen der Moral rigoros und lässt dieses zweifelhafte Glück nur kurze Zeit dauern. Alle Figuren werden von den Folgen ihres früheren Handelns eingeholt. Die Paare entfremden sich. Aschenbrödel langweilt sich im Schloss, während ihr Prinz die Bäckersfrau verführt. Gewaltsam naht das Unheil in Gestalt der Riesin, die den Tod ihres Mannes rächen will und nun alle bedroht. Sie wütet im Wald und verursacht den Tod mehrerer Personen, ehe die Überlebenden zu der Einsicht gelangen, dass sie in Zukunft verantwortungsvoller denken und handeln müssen.
UA: 05.11.1987, Martin Beck Theatre, New York


Stephen Sondheim, einer der erfolgreichsten und außergewöhnlichsten amerikanischen Komponisten und Textdichter des Broadway, feierte am 22. März dieses Jahres seinen 70. Geburtstag. Als Songtexter von Leonard Bernsteins "West Side Story" begann 1957 seine Karriere. Den endgültigen Durchbruch schaffte er dreizehn Jahre später: Für "Company", das vom New York Drama Critics' Award als bestes Musical gekürt wurde, gewann er den Tony Award in sechs Kategorien.
Von einem Außenseiter, der einige Jahre brauchte sich am Markt zu etablieren, ist er in den USA und in England zu einer Kultfigur geworden. Auch nach mehr als vierzig Jahren Theaterarbeit erobern seine Stücke immer noch neuen Boden, versuchen sie, die angeblich trivialste aller Theaterformen durch neue Möglichkeiten zu bereichern.
Stephen Sondheim orientiert sich in seiner Arbeit nicht an den großen aktuellen Unterhaltungsproduktionen. Musikalische Vorbilder sind für ihn Aaron Copland, Benjamin Britten und Maurice Ravel. Seine Werke schlagen Brücken zwischen den Gattungen Musical und Oper, zwischen E- und U-Musik.
Für seine außergewöhnliche künstlerische Leistung erhält Stephen Sondheim am 26. Oktober in Tokio den Praemium Imperiale, den "Nobelpreis der Künste".
 

 
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